El alemán.

Reisen, Impressionen, Reflexionen

  • Ölfarben auf Leinwand. 2025 Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design
  • Ölfarben auf Leinwand. 2025 Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design

  • Gouache auf Leinwand, 2025, Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design.

  • Ölfarben auf Leinwand, 2022. Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design.

  • Gouache auf Leinwand, 2024. Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design.

  • Gouache auf Leinwand. 2025. Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design.

  • Gouache auf Leinwand, 2024, Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design.

  • Gouache auf Leinwand, 2025, Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design.

  • Gouache auf Leinwand, 2025 vollendet. Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design.

  • Gouache auf Leinwand, 2024. Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design.

  • Gouache auf Leinwand, 2024. Autor: B. Skaletz, Collapse Art Design

  • „Der Kollaps sind wir. Der Kollaps bin ich.“

    Gouache auf Leinwand. 2024 vollendet. Autor: B. Skaletz. Collapse Art Design

  • „Der Kollaps ist da, er lebt in uns.“


    Willkommen in einer Welt der visuellen Reflexion – im Gewand der Art Brute. Meine Arbeiten entstehen aus dem Spannungsfeld zwischen Struktur und Chaos, Hoffnung und Zerfall.

    Es sind Reflexionen über das Unausweichliche und zugleich über das Schöpferische im Moment des Zusammenbruchs. Jede Schicht, jede Spur erzählt von Energie, Widerstand und Auflösung – und eröffnet zugleich Raum für neue Möglichkeiten.

    Meine Kunst ist nicht nur Ausdruck persönlicher Auseinandersetzung, sondern auch eine Einladung: innezuhalten, den Blick auf das Wesentliche zu richten und inmitten des Chaos Schönheit und Bedeutung zu entdecken.

  • Gouache auf Leinwand. Autor: B. Skaletz, 2025 vollendet. Collapse Art Design.

  • 40x30cm, Gouache auf Leinwand, ca. 2024. Collapse Art Design. Autor: B. Skaletz

  • Carretera Austral

    Die Fahrt auf der berühmten Carretera Austral (CH7) war meine vorletzte Etappe. Über Stock und Stein, immer brav Richtung Norden, folgte ich ihr bedingungslos. Die Straße ist größtenteils asphaltiert und eröffnet den Zugang zu zahlreichen Nationalparks – einige wenige konnte ich besuchen, viele sind leider noch nicht erschlossen.

    Die Landschaft zeigte sich abwechslungsreich und bot so ziemlich alles, was das Herz begehrt: Berge, Wasserfälle, Fjorde, Wälder, Gletscher, Seen, Brücken, Dörfer, Fähren, Städte, Flüsse und vieles mehr.

    Das Wetter ist auf der chilenischen Seite Patagoniens deutlich nasser und kälter. Oft wurde ich vom Regen überrascht und entschied mich daher häufiger für eine Cabaña oder ein Hotel. Die Preise sind in Chile ziemlich gesalzen, besonders hier im Süden.

    Unterwegs begegnete ich unzähligen Radfahrern, die fast alle in Richtung Süden unterwegs waren (zum Glück!). Viele von ihnen waren auf dem „Trip ihres Lebens“ und schrieben darüber ein Buch – gähn. Nicht wenige saßen dabei romantisch am Flussufer und notierten ihre Erkenntnisse und Weisheiten in ein Heftchen, selbstverständlich in Schönschrift. Oh man – nichts wie weg!

  • Cerro Castillo

    Nach zwei Tagen im Nationalpark Perito Moreno, fuhr ich die mörderische Stein- und Schotterpiste mit ordentlich Rückenwind zurück. Leider war dies kein wirkliches Vergnügen, da einem der starke Wind aus der Spur fegt, direkt in den losen Schotter am Rand. Ein Sturz ist somit bei hohen Geschwindigkeiten vorprogrammiert. Was war ich froh, endlich wieder Asphalt unter dem Reifen zu haben! Viele Speichen hatten sich durch die holprige Fahrt am Hinterrad gelockert und somit musste ich umdisponieren. Statt nach Cochrane, fuhr ich die Asphaltstrecke bis nach Los Antiguos. Ziemlich schade um die 41er, aber die Gesundheit meines Fahrrads geht schließlich vor.

    Dazwischen, das übliche Bild, trockenes, wüstes Land, garniert mit viel Sonne und Wind. Temperaturen sommerlich warm. Einzige Highlights waren die roten Farbgebungen der Erde zwischen Bajo Caracoles und dem Ort „Perito Moreno“. Kampiert wurde auf Patagoniens eigene und typische Weise.

    In Los Antiguos wurde der Geburtstag gefeiert und in Chile Chico übernachtete ich noch in einem coolen und gemütlichen Boot zwei weitere Nächte, bevor es dann über den Lago Gral Carrera nach Puerto Ibanez ging.

    Dies ist kein Meer, sondern der Lago Gral Carerra mit viel Westwind.

    Mein Haus, mein Fahrrad, mein Boot.

    Mit der Fähre nach Puerto Ibanez.

    Noch am Tag der Überfahrt fuhr ich in den Nationalpark Cerro Castillo und blieb dort einen ganzen weiteren Tag. Ich wanderte zur Laguna Certo Castillo und erfreute mich Nachts der eisigen Temperaturen um die -2 Grad. Es viel sogar etwas Schnee, aber zum Glück nur auf den höheren Lagen.

    Einen Tag später erreichte ich nach der Passüberquerung Coyhaique. Auf dem Pass war es bitterkalt und der Wind fegte einem nur so um die Ohren. Darüber hinaus viele Ziegenherden, die aufgrund über-enthusiastischer Herdenschutzhunde mehrmals die Straße blockierten.

  • Perito Moreno Nationalpark

    Von El Calafate ausgehend, radelte ich über La Leóna in insgesamt drei Tagen nach El Chaltén. Die Strecke nach El Chaltén war zwar asphaltiert aber ich hatte mit starkem Gegenwind aus Westen zu kämpfen. Das Ziel bestand eigentlich nur darin, den Berg Fitz Roy etwas näher zu sehen und vielleicht eine kleine Wanderung zu unternehmen (beides war mir leider nicht vergönnt, der Berg hüllte sich in Wolken). Die Strecke am Rio Leóna war besonders schön und ich konnte oftmals meine Flaschen mit Gletscherwasser auffüllen.

    El Chaltén ist eine Touri-Retortenstadt ganz im zweifelhaften Charme aller anderen Touri-Pilgerstädten der Anden (wie z. B. El Calafate oder Bariloche). Viel zu viele Menschen, laut, teuer und eben total überfüllt (das Internet bricht hier regelmäßig zusammen).

    Eine Unterkunft zu finden, ist eine wahre Herausforderung und Wanderungen macht man grundsätzlich im Gänsemarsch mit hunderten von Touristen bzw. Backpackern (die alle die gleichen Fotos schießen und auf Asocial Media posten). Das ist nichts für mich, bloß weg hier! Ich machte schließlich auch keine Wanderung, wozu auch, wenn alles wolkenverhangen ist und ich keinen Berg sehen kann.

    Der Perito Moreno Nationalpark sollte schließlich meine letzte Station in Argentinien sein. Zuerst fuhr ich aber von El Chaltén aus nach Tres Lagos (sympathischer kleiner Ort) und von dort über Gorbenador Gregores zum Nationalpark. Dabei passierte ich den Lago Cardiel, landschaftlich alles etwas interessanter, auch wenn ich 70km Schotterpiste bewältigen musste.

    Die Strecke zum Nationalpark ist eine 90 km Schotter- und Steinpiste, mit leichter Steigung und dem bisher heftigsten Gegenwind, den ich jemals ertragen mußte. Die Strecke kostete mich einen ganzen Tag und ich saß ganze 11 Stunden auf dem Rad. Ich mußte dabei oft das Fahrrad schieben und ständige Pausen einlegen. Ich wollte oft umkehren, blieb aber letztendlich standhaft.

    Tja, was soll ich sagen? All die Strapazen haben sich aber schließlich dennoch gelohnt. Der Nationalpark ist einer der schönsten Orte Argentiniens und es sind so wenig Touristen hier! Ein wahrer Traum! Das ich der einzige Fahrradfahrer innerhalb dieser Saison war (so versicherte mir ein Ranger), spricht ebenfalls Bände. Auf meinem Weg konnte ich Guanakos, Graufüchse, Gürteltiere und viele Kondore entdecken.

    Im Nationalpark angekommen, wurde mir an der Rangerstation erst einmal klar gemacht, dass ich noch weitere 16 km zum Campingplatz fahren musste oder eben 10 km zur nächsten Hütte. Ich entschied mich für die Hütte am Lago Belgrano. Von einem sehr netten Ranger bekam ich sogar noch ein üppiges Fresspaket mit auf den Weg. So fuhr ich zur Hütte und kampierte am Ufer des Lago Belgrano. Ich hätte auch in der engen Hütte übernachten können, aber dort waren schon zwei Argentinier einquartiert und da ziehe ich dann doch lieber das Camping vor.

    Etwas Salz gefällig? Hitze und Anstrengung.

    Ich machte mehrere Wanderungen, hunderte Fotos und konnte viele Vögel beobachten. Der Wind wehte aber unnachlässig aus Westen und hob mich oftmals aus dem Sattel. Achja der Sattel, den tauschte ich letztendlich aus, da er abermals an der Schweißnaht gebrochen war (in El Calafate hatte ich mir ja bereits einen Ersatzsattel besorgt).

    Insgesamt blieb ich zwei Tage und verbrachte den letzten Tag am Lago Burmeister.

    Der Park wurde allerdings von einer Raupenplage heimgesucht. Am schlimmsten war es am Lago Burmeister, mein Zelt und Fahrrad waren geradezu bedeckt von schwarzen und haarigen Raupen. Selbst Tage später, fand ich noch in meinem Gepäck, die ein oder andere vertrocknete Raupe. Igitt!

    Da das Ethanol zum Kochen knapp wurde, benutzte ich auch zum ersten Mal meinen Holzvergaser. Ziemlich effizient und einfach zu betreiben. Aber durch die starke Rußbildung, war es eine einzige Sauerrei und ist nur etwas für den Notfall.

  • Perito Moreno Gletscher

    In Punta Arenas wurde erst einmal das Fahrrad komplett überholt und die Vorräte aufgestockt. Des Weiteren wurden nötige Fahrrad-Accessoires (u. a. ein praktischer Rückspiegel für den Helm) gekauft und der Sattel abermals geschweißt. Kleidung, Zelt und meine Matratze wurden ebenfalls repariert.

    Zwischen Punta Arenas und dem Gletscher liegt eigentlich nur blankes, trockenes und wüstes Land. Sogar einige Minenfelder liegen hier direkt an der Straße – Wildcampen nicht zu empfehlen. Viele Tiere sieht man hier natürlich auch nicht herumlaufen. Typisch sind halt die Rheas, Guanakos, Graufüchse und Gürteltiere.

    Der Wind weht hier auf der Westseite weniger böig, dafür aber wesentlich konstanter. Wind so um die 40 bis 50 kmh, hauptsächlich Westwind, also meist Gegenwind (Ich habe schon fast die Beinmuskulatur eines Bahnradfahrers).

    El Calafate ist eine kitschige Touristen-Stadt, deshalb campte ich wild vor der Stadt, direkt am Lago Argentino. Der Gletscher wurde einen Tag später besucht. Ich fuhr natürlich mit meinem Fahrrad, statt mit dem Touristenbus, was wäre mir sonst für eine schöne Strecke entgangen!

    Der Gletscher kann für 700 Pesos bestaunt werden, die kleine Bootsfahrt kostete ebenfalls 700 Pesos, aber es lohnte sich! Immerhin kalbte er direkt vor meinen Augen, welch wunderbarer Zufall.