El alemán.

Reisen, Impressionen, Reflexionen

Monte León und Laguna Azul

Wie bereits gewohnt, ging es auf der RN 3 immer weiter nach Süden. Ein Etappenziel war u. a. der Nationalpark Monte León, Argentiniens ältester Küstennationalpark. Der Weg dorthin war wieder sehr öööde und der Wind weht einem hauptsächlich aus westlicher oder südlicher Richtung um die Ohren. Also auch hier wieder traumhafte Bedingungen *Ironie off*. Aber man gewöhnt sich daran (ja, tatsächlich) und zählt geduldig die Kilometerschilder am Straßenrand. Kilometer für Kilometer kriecht man so in Zeitlupe vorwärts und muss immer wieder den Lastwagen ausweichen, sonst wird man schlichtweg überollt.

 

In Luis Piedra Buena wurde mir meine Vorfreude auf den Nationalpark etwas getrübt. Das Infocenter teilte mir nämlich mit, dass der Park bis auf die Pinguinkolonie komplett geschlossen und nicht zugänglich sei. Ein Unwetter und die darauf folgende Erosion hatte die Straßen und Küsten stark beschädigt.

Naja wieder nur Pinguine, was soll’s. Ich kam eh erst kurz vor 19:00 am Parkeingang an. Da war aber schon alles zu und kein Schwein mehr zu sehen (sich morgens Zeit lassen aber hurtig Feierabend machen, jaja).

So wurde halt wieder eine Nacht gezeltet, abseits der Straße und oberhalb einer Böschung, gut versteckt.

Am nächsten Tag erfuhr ich von einem Ranger, dass nur ein paar Kilometer entfernt eine Estancia mit B&B lag. So schmiedete ich den Plan dort mal wenigstens vorbeizuschauen, vielleicht konnte ich ja dort mein Fahrrad lassen. Letztendlich bezog ich dort Quartier und konnte anschließend in aller Ruhe den Park erkunden.

Die „Estancia Doraike“ machte von außen jetzt nicht soviel her, innen war sie aber komplett renoviert und bot im Vergleich zu meinem Zelt unglaublichen Luxus. Ich bezog mein Zimmer und machte mich noch gegen Vormittags auf den Weg zum Park.

 

Der Nationalpark wurde trotz der Straßenschäden weitestgehend komplett erkundet. Mit dem Fahrrad war es dennoch gut möglich und als der Ranger in seiner Hütte mal nicht hinsah, schlüpfte ich einfach durch die aufgestellte Straßensperre.

 

 

Zwischen Monte Leon und Rio Gallegos lag noch ein schönes Vogelschutzgebiet, in dem ich u. a. Flamingos beobachten konnte.

 

Natürlich hauptsächlich wieder viel weitläufige Steppe mit viel Wind.

 

In Rio Gallegos angekommen, musste ich dann auch gleich eine willkommene Zwangspause im Hostel einlegen. Das Wetter schlug nämlich plötzlich um und es regnete und hagelte den ganzen restlichen Tag.

Vor der chilenischen Grenze und letztendlich Feuerland, gab es noch die vorerst letzte Station Patagoniens zu bewundern, nämlich die Laguna Azul.

 

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