Nach zwei Tagen im Nationalpark Perito Moreno, fuhr ich die mörderische Stein- und Schotterpiste mit ordentlich Rückenwind zurück. Leider war dies kein wirkliches Vergnügen, da einem der starke Wind aus der Spur fegt, direkt in den losen Schotter am Rand. Ein Sturz ist somit bei hohen Geschwindigkeiten vorprogrammiert. Was war ich froh, endlich wieder Asphalt unter dem Reifen zu haben! Viele Speichen hatten sich durch die holprige Fahrt am Hinterrad gelockert und somit musste ich umdisponieren. Statt nach Cochrane, fuhr ich die Asphaltstrecke bis nach Los Antiguos. Ziemlich schade um die 41er, aber die Gesundheit meines Fahrrads geht schließlich vor.
Dazwischen, das übliche Bild, trockenes, wüstes Land, garniert mit viel Sonne und Wind. Temperaturen sommerlich warm. Einzige Highlights waren die roten Farbgebungen der Erde zwischen Bajo Caracoles und dem Ort „Perito Moreno“. Kampiert wurde auf Patagoniens eigene und typische Weise.
In Los Antiguos wurde der Geburtstag gefeiert und in Chile Chico übernachtete ich noch in einem coolen und gemütlichen Boot zwei weitere Nächte, bevor es dann über den Lago Gral Carrera nach Puerto Ibanez ging.
Dies ist kein Meer, sondern der Lago Gral Carerra mit viel Westwind.
Mein Haus, mein Fahrrad, mein Boot.
Mit der Fähre nach Puerto Ibanez.
Noch am Tag der Überfahrt fuhr ich in den Nationalpark Cerro Castillo und blieb dort einen ganzen weiteren Tag. Ich wanderte zur Laguna Certo Castillo und erfreute mich Nachts der eisigen Temperaturen um die -2 Grad. Es viel sogar etwas Schnee, aber zum Glück nur auf den höheren Lagen.
Einen Tag später erreichte ich nach der Passüberquerung Coyhaique. Auf dem Pass war es bitterkalt und der Wind fegte einem nur so um die Ohren. Darüber hinaus viele Ziegenherden, die aufgrund über-enthusiastischer Herdenschutzhunde mehrmals die Straße blockierten.
