Die Fahrt auf der berühmten Carretera Austral (CH7) war meine vorletzte Etappe. Über Stock und Stein, immer brav Richtung Norden, folgte ich ihr bedingungslos. Die Straße ist größtenteils asphaltiert und eröffnet den Zugang zu zahlreichen Nationalparks – einige wenige konnte ich besuchen, viele sind leider noch nicht erschlossen.
Die Landschaft zeigte sich abwechslungsreich und bot so ziemlich alles, was das Herz begehrt: Berge, Wasserfälle, Fjorde, Wälder, Gletscher, Seen, Brücken, Dörfer, Fähren, Städte, Flüsse und vieles mehr.
Das Wetter ist auf der chilenischen Seite Patagoniens deutlich nasser und kälter. Oft wurde ich vom Regen überrascht und entschied mich daher häufiger für eine Cabaña oder ein Hotel. Die Preise sind in Chile ziemlich gesalzen, besonders hier im Süden.
Unterwegs begegnete ich unzähligen Radfahrern, die fast alle in Richtung Süden unterwegs waren (zum Glück!). Viele von ihnen waren auf dem „Trip ihres Lebens“ und schrieben darüber ein Buch – gähn. Nicht wenige saßen dabei romantisch am Flussufer und notierten ihre Erkenntnisse und Weisheiten in ein Heftchen, selbstverständlich in Schönschrift. Oh man – nichts wie weg!
